Sportpsychologie und Leadership – das ist eine Kombination, die mich sehr interessiert. Und so bin ich (wieder einmal) auf ein Buch gestoßen, welches ich gern weiter empfehlen möchte: Der Basketball-Nationaltrainer und Weltmeister Gordon Herbert schreibt „Die Jungs gaben mir mein Leben zurück“.

Dabei habe ich wirklich viel gelernt – es geht um Rollen, Ziele, Werte, lebenslanges Lernen, Konfliktmanagement, Teambuilding.
Vielleicht drei Aspekte etwas ausführlicher:

1. Commitment und Klarheit 🎯
Für mich war es toll zu lesen, dass er sehr schnell auf das Thema „Klarheit“ zu sprechen kommt. Herbert entwickelte gleich zu Beginn seiner Amtszeit als Bundestrainer eine Vision („Drei Jahre – drei Medaillen“), auf die sich alle Beteiligten – vom Spieler bis zum Backoffice verabreden mussten („Ja oder Nein – mit einem Vielleicht hätte ich nicht arbeiten können.“). Er stellt diese Commitment als zentrales Element dar. „Ich finde es wichtig, dass man darüber spricht, was man erreichen will. Es muss in die Köpfe der Leute.“ … „Weil wir alle Angst haben zu scheitern, reden wir ungern darüber, was wir erreichen wollen. … Was Viele nicht verstehen: Scheitern kann das Wichtigste sein, was uns widerfährt.“
Und in der Reflexion: Wie klar sind die Ziele meines Verantwortungsbereiches? Wie transparent? Wie stark das Commitment? Was kann ich verbessern?

2. Fehlerkultur 🤔
Gordon Herbert schreibt sehr offen über Fehler und scheitern (s. o.). Sowohl das fachliche, als auch das persönliche Scheitern. Das macht das Buch wertvoll.
„…ging ich nicht direkt zur Tagesordnung über, sondern entschuldigte mich zuerst für meinen Fehler. Ich gestand ihnen (den Spielern) ganz offen ein, dass mir in der Vorbereitung auf das Spanien-Spiel eine Unachtsamkeit unterlaufen war und es mir für sie leid tat.“ … „Wie wir mit so einem Fehler umgehen, wie wir daraus lernen und nach vorn blicken, das ist das Allerwichtigste für eine erfolgreiche Zukunft.“
Und in der Reflexion: Wie steht es um die Fehlerkultur meines Verantwortungsbereiches? Was ist Vorhalt, was zielgerichtete Analyse? Und insbesondere: Wie halten wir Learnings nach?

3. Authentizität ❤️
„Ich weiß noch genau, wie es sich aus Spielerperspektive anfühlt, wenn ein Coach versucht, etwas darzustellen, was er nicht ist. Wenn Du ganz einfach Du selbst bist, spüren das deine Spieler.“
Das hat etwas sehr Persönliches – auch Verletzliches.
Und in der Reflexion: Wie steht es in meinem Umfeld mit Vorbildern? Wie können Führungskräfte zu „authentischen Leadern“ werden? Wie geht es mir in meiner Rolle?

Vielleicht werden Einige denken – „Binsen“. Der Kontext aus dem persönlichen Weg von Gordon Herbert, dem beruflichen Erfolg und der konsequenten Reflexion der Spieler zu den Aspekten machen das Buch aus meiner Sicht wirklich lesenswert und deshalb zu einer wirklichen Empfehlung meinerseits.

Habt ihr Empfehlungen für mich?

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